Versorgung, Technik, Wirkungsgrad, Emissionen, Betrieb, Wirtschaftlichkeit

Das Holzheizkraftwerk (HHKW) Aubrugg produziert Strom und Wärme aus naturbelassenen Holzhackschnitzeln. Anstelle von fossilen Brennstoffen wird einheimisches Energieholz aus dem Wald genutzt. Die Transportwege werden entsprechend kürzer und die Wertschöpfung bleibt beim lokalen Gewerbe. Das Holzheizkraftwerk wurde in das Gebäude des bestehenden Heizkraftwerks Aubrugg der Fernwärme Zürich eingebaut und für die Annahme, Zwischenlagerung und Zuführung der Holzschnitzel eine Lagerhalle mit Holzlogistik erstellt.

Das Holzheizkraftwerk hat seinen regulären Betrieb im Dezember 2010 aufgenommen. Die energetische Nutzung von Holz leistet einen Beitrag an die Produktion von nachhaltig und CO2-neutral produzierter Wärme und Ökostrom. Aufgrund des bestehenden Fernwärmeverbundes der Stadt Zürich eignet sich der Standort optimal für eine Anlage zur Kraftwärmekopplung im grösseren Leistungsbereich.

Die Anlage verfügt über eine stationäre Wirbelschichtfeuerung mit einer Kesselleistung von 42 MW zur Dampfproduktion bei 80 bar und 500°C. Über eine Dampfturbine werden 11 MW Strom produziert und 28 MW Wärme als Fernwärme ausgekoppelt, wobei für die Spitzenlast eine fossile Zufeuerung zum Einsatz kommt. Das Holzheizkraftwerk wird wärmegeführt betrieben und im Sommer bei ausreichender Abwärme aus dem Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz stillgelegt.